frei finanzierter Wohnungsbau Eigentumswohnungsbau Architektur Wettbewerb

WOHNQUARTIER IN COTTBUS

Projekt

Wettbewerb

Standort

Cottbus

Jahr

2018

Größe

10.000 m²

Kunden

Wohnungsbaugesellschaft

Bezugnehmend auf die Vorgaben des Wettbewerbes und den örtlichen Gegebenheiten wird entlang der Franz-Mehring-Straße eine geschlossene Bebauung, die sich in Höhe und architektonischer Ausformung der bestehenden Gebäudezeile anpasst, vorgesehen. Die weitergehende Planung der Fassadenstrukturen soll ausgehend von den historischen Grundelementen in Richtung der Gebäudeecksituation an der Einmündung der Briesmannstraße zu einer zeitgemäßen Architektursprache überleiten. Das Eckgebäude selbst soll durch eine deutliche Wahrnehmbarkeit und eine der Umgebung angepasste Proportionalität den vorhandenen innerstädtischen Lösungen entsprechen, ohne sich jedoch den historischen Vorbildern anzubiedern.

Die Briesmannstraße soll ebenfalls mit einer geschlossenen Bebauung versehen werden, welche sich nur in der Baukörperausformung, nicht mehr jedoch in der Fassadengestaltung an das bestehende historische Umfeld anpasst. Hier soll eine reduzierte materialorientierte Fassadenlösung und ein teilweise zurückgenommener Baukörper dem gegenüberliegenden Baudenkmal respektvoll begegnen, um diesem Gebäude die Möglichkeit zu geben, seine Wirkung voll zu entfalten. Gleichzeitig wird an dieser Stelle eine aufgeweitete Torsituation als Haupterschließung in das Quartier geschaffen, die eine gut proportionierte Teilung der straßenbegleitenden Baukörperzeile herbeiführt.

Die architektonische Ausbildung der Gebäudeecke Briesmannstraße / Ostrower-Straße wird als Antwort auf die kleingliedrige unruhige Gebäudesituation auf der gegenüberliegenden Straßenseite mit einer einfachen, ruhigen und nur leicht betonten Giebellösung vorgenommen. Gleichzeitig bildet diese Situation den Anschlusspunkt für die geschlossene Bebauung der Ostrower-Straße, deren Gebäude mit einer einfachen klaren, zeitgemäßen architektonischen Struktur mit begrünten Flachdächern und ruhigen Fassadenbildern der vorhandenen Bebauung gegenüberstehen. Die Gebäudezeile wird auch hier durch eine Torsituation durchbrochen, um eine Gliederung in der Gebäudestruktur und weitere Optionen im Hinblick auf die Belichtung und Sichtachsen zu schaffen.

Insgesamt entsteht ein geschlossenes Quartier mit einer ruhigen, geschützten, kommunikativen Innenhofsituation. Im Bereich der Süd-Ost-Ecke des Quartiers ist eine erdgeschossige Garagenlösung mit einer Überbauung vorgesehen, die wiederum einen weiteren geschützten Innenhofbereich auf einer höherliegenden Ebene ausbildet. Gleichzeitig wird durch die gewählte Garagenlösung der gesamte Innenhof weitestgehend verkehrsfrei gehalten.

Die umfangreichen Freianlagen im Innenbereich des Quartiers sollen über die normalen Anforderungen hinaus im Besonderen für Gemeinschaftsanlagen, wie Selbstversorgergärten, Gewächshäuser, Werkbereiche, Sitzbereiche etc. genutzt werden. In diesen Bereichen wird die Regenwassersituation über verschiedene Sicker- Rückhaltungs- und Nutzungsfunktionen ebenfalls gelöst. An die Gebäude anschließende Freiflächen werden den erdgeschossigen Wohnungen zum größten Teil als Mietergärten zugeordnet. Durch überdachte Abstellanlagen im Freien und durch zwei zusätzliche Abstell- und Versorgungseinheiten innerhalb der geschlossenen Gebäudebereiche findet der Bereich der E-Mobilität besondere Berücksichtigung. Eine gut strukturierte, differenziert gestaltete räumliche Situation im Quartiersinneren lässt eine gute Annahme des Hofbereiches durch seine Bewohner erwarten.

Der Bereich der Energiekonzeptionierung und der Nachhaltigkeit findet u.a. auch Berücksichtigung durch die Auswahl der unterschiedlichen Dachlösungen, die bereits diverse Möglichkeiten beinhalten. Die Ausrichtung der Gebäude erlaubt eine sehr gute Belichtung und Belüftung der Wohneinheiten sowie auch der Freianlagen. Insgesamt wird ein hoher Grünanteil im Quartier erreicht.

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